Hafen von Melsted
Ein idyllischer Fleck auf der Landkarte mit seiner ganz eigenen Geschichte
Historischer Rückblick
1883 beantragten 26 Fischer aus Melsted beim Innenministerium eine Zuwendung aus dem Legat der Etatsrätin Kofoed zur Verbesserung der Hafenverhältnisse.
In diesem Antrag wird der bestehende „Hafen“ als eine Mole beschrieben, die „220 Fuß lang, 10 Fuß breit und 3–4 Fuß hoch“ war.
Der Brief enthält außerdem eine Zeichnung des Hafeningenieurs H. Zahrtmann, in der eine nördliche Mole im Verhältnis zur bestehenden Mole beschrieben wird. Die erwarteten Kosten beliefen sich auf 3.350 Kronen.
Die Mole, die keine Schutzmauer, also keinen Wellenbrecher, besaß, wurde aus gespaltenen Steinen gebaut und mit Zementmörtel verfugt – angeblich von schwedischen Steinmetzen.
Nach einem erneuten Antrag beim Innenministerium wurde die südliche Mole 1888 renoviert. Gleichzeitig wurde ein 10 m langer Wellenbrecher mit einer Höhe von 60 cm angelegt.
Ende des 19. Jahrhunderts ging die Fischerei zur Nutzung größerer Deckboote über, unter anderem für den Lachsfang, wodurch der Bedarf an tieferen Häfen entstand. Deshalb beantragte die Hafenkommission 1898 ein staatliches Darlehen zur Verbesserung des Hafens. Der Antrag wurde abgelehnt. Im Haushaltsgesetz von 1909–10 wurden jedoch 6.500 Kronen für den Hafen von Melsted bereitgestellt, unter der Bedingung, dass die Fischer selbst den gleichen Betrag aufbrachten.
Dies gelang 1910 durch ein Darlehen bei der Sparkasse und durch das Legat der Etatsrätin Kofoed. Damit konnte der Hafen 1912–14 verbessert werden.
Von 1914 bis 1984 sorgte die Hafenkommission für zeitgemäße Verbesserungen und die notwendige Instandhaltung des Hafens.

Foto: TH. Poul Kofoed hat das Buch „Melsted havn gennem 100 år 1884–1984“ geschrieben, das von der Hafenverwaltung von Melsted herausgegeben wurde. Das Buch kann im Gudhjem Museum gekauft werden.
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