Holkastien
Fabeln, Kunst und Streit
Starten Sie am Parkplatz an der Helligdomsvej und folgen Sie zunächst der Helligdomsvej in Richtung Allinge und Holkabroen.
Die erste Straße auf der linken Seite ist die Malkestien, in die Sie einbiegen. Früher gab es in Gudhjem aktive landwirtschaftliche Betriebe mit Milchvieh. Die Felder lagen oberhalb von Gudhjem, und die Malkestien war der Weg, den man nahm, wenn die Kühe auf die Weide geführt wurden.
Der Weg führt durch idyllische Gärten, in denen die Felsen Teil der Gartenlandschaft sind. Vor Ihnen sehen Sie auch das „Kaffeslottet“, das 1912 vom Kaffeegroßhändler Sahl errichtet wurde. Das Baumaterial stammte vom ehemaligen Hauptbahnhof in Kopenhagen.
Dort, wo die Straße eine Kurve macht, sehen Sie auf der linken Seite die ehemalige Feuerwache. Etwas weiter rechts beginnt der Weg durch die märchenhafte Holkarenden.
Holkarenden ist ein kleines Spaltental. Am Grund liegt ein großer Felsblock, der wegen seiner Ähnlichkeit mit einem Pferd den Namen „Holkahesten“ – das Holka-Pferd – erhielt.
„For i Tier saa Holkaræ’nan ijkje seddan ud som nu, å Bælla tore daa slet ijkje gaa derhen, for di va bonge for Holkahæste’n, som a’le trode bode dèr….”
(Früher sah die Holkarenden nicht so aus wie heute, und die Kinder wagten sich überhaupt nicht dorthin, weil sie Angst vor dem Holka-Pferd hatten, von dem alle glaubten, dass es dort wohnte.)
Das Holka-Pferd hat auch einer Künstlervereinigung ihren Namen gegeben, die jeden Sommer im Gudhjem Museum ausstellt. Lesen Sie hier die Fabel über das Holka-Pferd.
Nun liegt Holkadalen vor Ihnen, und die Holkabroen ragt über Ihnen auf. Holkadalen wurde und wird unter anderem für Sommerfeste und Freilufttheater genutzt. Als 1957 die Holkabroen und die Straße über Bokul gebaut werden sollten, war die Stadt in dieser Frage tief gespalten. Der Streit ging so weit, dass mehrere Menschen einander nicht mehr grüßen wollten, wenn sie sich begegneten.
Der Weg führt unter der Brücke hindurch und geradeaus auf der Holkavej weiter. Von hier haben Sie einen schönen Blick auf Gudhjem, das sich den schrägen Felsen hinunterzieht. Am Ende der Holkavej beim Karamelkompagniet erreichen Sie die Brøddegade und biegen links ab.
In Haus Nr. 38 trafen sich die Künstler, die in den 1930er-Jahren nach Gudhjem kamen, bei den Schwestern und Keramikerinnen Gertrud und Lisbeth Hjorth.
Kurz vor Nr. 38 liegt Skyttegænget, der Weg hinunter zu der längst stillgelegten Kanonenbatterie.
Zum Hafen gelangen Sie entweder über Skyttegænget oder über einen der nächsten kleinen Seitenwege.
