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Gudhjem Vang

Die Geschichte von Gudhjem Vang und den vielen originellen Namen, die den einzelnen Landparzellen gegeben wurden

Hier weideten einst die Kühe

„Gudhjem Vang“ bezeichnete im 19. Jahrhundert das Gebiet, das auf beiden Seiten der Straße von Gudhjem nach Melstedgård lag.

Dieser Feldweg wurde „Vangevejen“ genannt und begann bereits am Vangetor oberhalb von Brøddan beim alten Müllerhaus, wo ein Tor über den Weg führte.

Peter Koch berichtet, dass die Jungen aus Gudhjem viele Male das Tor für die Bauern öffneten und schlossen, um auf diese Weise ein paar Münzen zu verdienen, während die Bauern nicht vom Pferdewagen absteigen mussten.
Die Flurkarte des Gudhjem Museums aus dem Jahr 1861 zeigt, wie „Gudhjem Vang“ in größere und kleinere Landparzellen aufgeteilt war und dass alle Bewohner unten in der Stadt – Fischer ebenso wie Landwirte mit ein oder zwei Kühen – ein Stück Land oberhalb der Stadt besaßen. Mit anderen Worten: „Sie hatten Land im Vang.“

Viggo Pedersen hat in seinem „Verzeichnis der Grundstücke in Gudhjem und Melsted“, das auf der Website des Museums zu finden ist, die Größe und die Namen der einzelnen Landstücke wiedergegeben. Abildstykket, Gjagestykket, Gravageren, Hængedyngestykket, Trangadestykket, Rumpen, Myrestykket, Klippestykket und Raskageren waren einige dieser Namen.

Insbesondere zwei Eigentümer verfügten über große Landflächen:
Im Süden war dies Hans Svendsen, der Eigentümer von Melstedgård mit Kallehullet und Melsted-engen, insgesamt 25 Tønder Land.
Am nördlichen Ende beim Museum war es der Landwirt Mads Mogensen, Eigentümer von Madsens Gaard, Brøddegade 34, mit insgesamt 5 Tønder Land.

Als Mads Mogensen sich 1878 das Leben nahm und keine Erben hinterließ, wurden der Hof und die dazugehörigen Landstücke von Lars Madsen, dem Sohn des Müllers Martinius Madsen, gekauft.

Drei Generationen besaßen danach den Hof. Die beiden letzten Eigentümer, die Geschwister Mogens und Inge Madsen, starben 1991 bzw. 2010. Zuvor war es dem Gudhjem Museum jedoch gelungen, durch eine testamentarische Erbschaft das „Land im Vang“ von Inge Madsen zu erwerben, die im Übrigen selbst von 1974 bis 1999 Vorsitzende des Gudhjem Museums war.

Daher ist dieses Gebiet mit seiner Geschichte von Gudhjem Vang heute in einen Schmetterlingslebensraum, einen Skulpturenpark und einen Sammelgarten unter dem Namen Gudhjem Museums Park verwandelt worden.