29.08.2026 – 18.10.2026 – Ausstellung – Peter Kruse Larsen

Peter Kruse Larsen

ÜBER DIE AUSSTELLUNG

Für diese Ausstellung hat Peter Kruse Larsen die besondere Atmosphäre des ehemaligen Bahnhofsgebäudes – geprägt von Intensität und lokaler Geschichte – zum Ausgangspunkt genommen. Von dort spannt er den Bogen zum Zeitgeist einer jüngeren Epoche. Die Werke entstanden auf und aus ungewöhnlichen Materialien, häufig auf alten Hartfaserplatten (Masonit), die auf Recyclinghöfen gefunden wurden. Die Gemälde werden durch Gegenstände und Objekte mit symbolischer Bedeutung ergänzt, die zugleich einen Bezug zum Gebäude und seiner Geschichte herstellen.

Die Ausstellung wird am Samstag, den 29. August, von 14.00 bis 16.00 Uhr mit einer Vernissage eröffnet. Der Eintritt ist frei.

Die Ausstellung ist bis einschließlich 18. Oktober 2026 jeweils donnerstags bis sonntags von 11.00 bis 16.00 Uhr geöffnet.

ÜBER DEN KÜNSTLER

Peter Kruse Larsen, geboren 1962, studierte von 1985 bis 1992 an der Königlich Dänischen Kunstakademie. Seit 2019 lebt und arbeitet er auf Bornholm.

Über seinen künstlerischen Ansatz sagt Peter Kruse Larsen:

„Meine Arbeit als bildender Künstler nimmt ihren Ausgangspunkt in der umgebenden Wirklichkeit – in Landschaften und Stillleben, mit denen ich mich bereits während meines Unterrichts in der Ny Carlsberg Glyptotek in meiner Jugend beschäftigte. Darüber hinaus arbeite ich mit Objekten sowie skulpturalen und installativen Projekten, die häufig ortsspezifischen Charakter haben.

An der Kunstakademie erfuhr mein Verständnis von Kunst eine grundlegende Wende. Die Malerei und die Kunst, wie man sie bis dahin verstanden hatte, befanden sich in einer Krise. Der Minimalismus, dem ich an der Akademie begegnete, eröffnete mir einen konkreteren und weniger intellektuellen Weg, der mich zu Experimenten und Studien der Alchemie führte. Diese sogenannte okkulte Wissenschaft enthält für mich einen Schlüssel zu einem Wirklichkeitsverständnis, das die innere und die äußere Realität miteinander verbindet – das Persönliche mit dem eigentlichen Schöpfungsprozess. Meine Arbeiten beziehen daher psychologische und philosophische ebenso wie wissenschaftliche und religiöse Überlegungen mit ein.

2019 erwarb ich einen Teil der ehemaligen Gemeindeschule in Poulsker mit dem Ziel, nach Bornholm zu ziehen und die Landschaftsmalerei wieder aufzunehmen und weiterzuentwickeln. Dies war Teil meines Bestrebens, zum Kern der Beziehung zwischen der Wahrnehmung der Welt und der Welt selbst vorzudringen.

In den vergangenen Jahren haben Reisen auf die Färöer meinen Motivkreis erweitert.

Die großartige Natur der Färöer übt eine unwiderstehliche Anziehungskraft auf meine Arbeit aus. Dort bietet sich eine einzigartige Möglichkeit, sich der Quelle der Wahrnehmung zu nähern – durch die unmittelbare Begegnung mit den Naturgewalten und ihrer Erfahrung. So können sich das Subjektive und Unmittelbare mit dem Objektiven verbinden, in das ich mich in den letzten Jahren intensiv vertieft habe.

Ich möchte die Unmittelbarkeit des Erlebens darstellen – jene Augenblicke, in denen die Trennung zwischen äußerer und innerer Welt verschwindet und die Natur der Umgebung in Einklang mit der menschlichen Erfahrung und Erkenntnis tritt. Deshalb entstehen die Bilder direkt vor Ort, unmittelbar vor dem Motiv.“

  • Date 21. Juli 2026
  • Tags Udstillinger og arrangementer